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Gedenken zum Volkstrauertag 2022

Fichtelberg, den 14. 11. 2022

Gegen das Vergessen, für das Erinnern. Am Volkstrauertag gedenken wir der Opfer von Krieg und Gewalt. Diese Kranzniederlegung ist ein Zeichen der Wertschätzung und Solidarität für Angehörige der Bundeswehr, die in Einsätzen ihr Leben verloren haben. Frieden ist auf unserer Welt nicht selbstverständlich – dieser Tag ist gleichzeitig Mahnung und Erinnerung.

 

Die Rede fand heuer stellvertretend durch unseren Zweiten Bürgermeister Herrn Bernhard Kraus statt, anschließend wurde der Kranz durch den VdK-Ortsvorsitzenden

Herrn Rudolf Elvers und unseren Gemeinderat Herrn Michael Voit niedergelegt.

 

Vielen Dank an alle Fahnenträger und Vereinsvertreter, sowie unseren Bauhof für den Aufbau. Ein besonderer Dank geht an Herrn Pfarrer Ferdinand Weinberger sowie allen Helferinnen und Helfern, die zur würdigen Gestaltung des Gottesdienstes beigetragen haben.

 

Rede des Bürgermeisters:

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

der Volkstrauertag ist ein Tag des stillen Gedenkens an alle Opfer von Krieg und Gewalt und zugleich ein Tag der Besinnung, wie wir heute auf Krieg, Gewalt und Terror reagieren, was wir heute für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit bei uns und in der Welt tun können.

 

Auch 2022 wird mitten in Europa wieder ein Krieg geführt – gegen die Freiheit und das Leben der ukrainischen Bevölkerung! Leiden müssen die Angegriffenen, aber auch Diejenigen, die für die Machtfantasien eines rücksichtslosen Staatspräsidenten in den Krieg geschickt werden!

 

Bei der Suche nach der Bedeutung des Volkstrauertages mit der Kranzniederlegung fand ich ein bemerkenswertes Zitat des damaligen Reichstagspräsidenten, Paul Löbe. Bereits 1922 also genau vor hundert Jahren fand die erste offizielle Feierstunde im Deutschen Reichstag in Berlin statt. Dabei rief Reichstagspräsident Paul Löbe eindringlich zur „Abkehr vom Hass“ auf und warb für Versöhnung und Verständigung:

„Leiden zu lindern, Wunden zu heilen, aber auch Tote zu ehren, Verlorene zu beklagen, bedeutet Abkehr von Hass, bedeutet Hinkehr zur Liebe, und unsere Welt hat die Liebe not...“

 

Was für bedeutsame Worte voller Aktualität!

 

Außerdem erklärte er einmal: Zitat

"Es müssen Gesetze geschaffen werden, durch welche die für einen Kriegsausbruch verantwortlichen Diplomaten und die Journalisten gezwungen würden, als erster in die Schützengräben zu gehen."

 

Beim Blick auf den Kalender stellt sich jedoch die Frage:

„Wie viel hat sich eigentlich bis heute, 2022, geändert?“

Damals, vor hundert Jahren entstand der Volkstrauertag im Angesicht des vorangegangene 1. Weltkrieges, wurde während der Zeit des Nationalsozialismus zum „Heldengedenktag“ mit zweifelhafter Verklärung der Kriegsgewalt und unter dem 1. Bundespräsidenten Theodor Heuss kam die Gedenkfeier wieder zu ihrem ursprünglichen Namen „Volkstrauertag“.

Nicht geändert hat sich, dass die Verantwortlichen für Kriege nur selten zur Rechenschaft gezogen werden.

Wären Gesetze, wie sie Paul Löbe damals forderte, nicht auch heute sinnvoll, um ein friedliches Miteinander zu erreichen?

 

Bei der Vorbereitung meiner Ansprache stellte sich mir die Frage:

„Ist unser gemeinsames Gedenken am Volkstrauertag noch zeitgemäß?“

Ich finde: Ja, das ist es; es ist wichtig und richtig und leider sehr aktuell.

 

Daher haben wir uns heute am Ehrenmal versammelt um Aller zu gedenken, die Opfer von Gewalt und Krieg geworden sind – den Kindern, Frauen und Männern aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten und der zahllosen Opfer, die in den beiden großen Kriegen des letzten Jahrhunderts und der Kriege weltweit ihr Leben gelassen haben.

Wir gedenken derer, aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen der vergangen und gegenwärtigen Kriege.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen die Gewaltherrschaft geleistet haben.

Wir gedenken derer, die den Tod fanden, weil sie anderer Überzeugung waren oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir gedenken der Opfer von Terrorismus, Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in unserem Land.

 

„Wir verneigen uns in Trauer vor ihnen und bleiben ihnen verbunden in der dauerhaften Verpflichtung für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit. Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt“. (Theodor Heuss, beim Volkstrauertag 1952)

 

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und bitte nun um die Kranzniederlegung.  

 

Bild zur Meldung: Gedenken zum Volkstrauertag 2022

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