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29.12.2017 09:05 Alter: 228 days
Kategorie: Gemeinde

Rauchwarnmelder retten Leben – Gesetzliche Rauchwarnmelderpflicht ab 01.01.2018 in Bayern


Die Bayerische Bauordnung sieht in Art. 46 Abs. 4 vor, dass bis zum 31. Dezember 2017 alle Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein müssen. Verantwortlich dafür ist der Eigentümer. Auch Einfamilienhäuser, Doppelhäuser oder Reihenhäuser mit Wohnnutzung sind ebenso wie selbstgenutzte Eigentumswohnungen als Wohnungen im bauordnungsrechtlichen Sinne zu betrachten.

Warum Rauchwarnmelder?

Ca. 400 Menschen sterben jährlich durch Feuer in den eigenen vier Wänden. Selten kommen die Opfer dabei durch Verbrennungen ums Leben, sondern zu über 90% durch eine Rauchvergiftung. Bei einem Brand entsteht gefährlicher Rauch, der sich lautlos und noch vor dem Feuer in der Wohnung ausbreitet. Er enthält giftiges Kohlenmonoxid, das zu verminderter Sauerstoffaufnahme, Bewusstlosigkeit und schließlich dem Tod führt. Besonders während des Schlafens besteht größte Gefahr.

Wie funktioniert ein Rauchwarnmelder?

Der Rauchwarnmelder erkennt Brandrauch und warnt mit einem lauten Alarmton, bevor die Rauchkonzentration im Raum gefährlich wird. Betrieben wird der Rauchwarnmelder entweder über Netzstrom, meist aber mit handelsüblichen Batterien, die eine Lebensdauer von bis zu drei Jahren haben. Wird die Batterie schwach, meldet sich das Gerät üblicherweise mit kurzen Pieptönen. Bei Zigarettenrauch, brennenden Kerzen usw. wird bei qualitativ guten Rauchwarnmeldern kein Fehlalarm ausgelöst.

Worauf muss ich beim Kauf von Rauchwarnmeldern achten?

Achten Sie auf die CE Kennzeichnung entsprechend der DIN EN 14604. Nur solche Rauchwarnmelder dürfen in Deutschland verkauft werden. Für Menschen, die den Alarm der Rauchwarnmelder nicht oder nur schlecht hören, können die Geräte mit Lichtsignalanlagen und Rüttelkissen verbunden werden.

Wie und wo werden Rauchwarnmelder installiert?

Die Montage ist ohne Fachkraft möglich.

·Rauchwarnmelder gehören an die Zimmerdecke. Da sammelt sich Brandrauch zuerst.

·Bringen Sie den Rauchwarnmelder möglichst in der Raummitte, in jedem Fall aber 50 cm von der Wand entfernt an.

·Rauchwarnmelder sind einfach mit Schrauben, Dübeln oder Spezialklebstoff zu montieren.

·Die Gerätehersteller liefern nähere Informationen zusammen mit den Rauchwarnmeldern.

Wichtig: Bei Mietwohnungen muss der Mieter darauf achten, dass der Rauchwarnmelder seine Funktion erfüllen kann. Das Gerät darf z.B. nicht von Möbeln und Pflanzen verdeckt, überstrichen oder verklebt werden. Stellt der Mieter fest, dass der Rauchwarnmelder nicht mehr funktionstüchtig ist, hat er den Vermieter zu informieren.

In welchen Zimmern montieren Sie Rauchwarnmelder?

Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestausstattung:

·Je ein Rauchwarnmelder in Schlaf- und Kinderzimmern.

·Je einen Rauchwarnmelder in Fluren innerhalb Wohnungen.

  Optimale zusätzliche Ausstattung:

·Ein Rauchwarnmelder in der Küche. Achten Sie hierbei auf ein geeignetes Gerät, sonst können Kochdämpfe Fehlalarme auslösen.

·Rauchwarnmelder in allen weiteren Wohnräumen, Werkräumen, Hauswirtschaftsräumen und Räumen, in denen eine Brandentstehung denkbar ist.

Wartung von Rauchwarnmeldern:

Rauchwarnmelder müssen gemäß Herstellerangaben regelmäßig, jedoch mindestens einmal jährlich, auf einwandfreie Funktion geprüft und mit der Prüftaste ein Probealarm ausgelöst werden.

 

Weitere Informationen zu Rauchwarnmeldern finden Sie unter:

www.rauchmelder-lebensretter.de

www.vds.de

www.lfv-bayern.de

www.innenministerium.bayern.de